Anlässlich der Innenminister*innenkonferenz vom 17. bis 19. Juni 2026 in Hamburg veranstalten Jugendliche ohne Grenzen ihre jährliche Parallelkonferenz. Denn statt nur über Betroffene zu sprechen, wollen Jugendliche ohne Grenzen auch selbst mitreden und zeigen welche Themen und Schwerpunkte in ihrem Alltag wichtig sind. Neben der Pressekonferenz finden eine Demonstration, Workshops und eine Gala statt. Mehr Informationen hier: https://www.imk-protest.de/
Auf der Pressekonferenz im Millerntor-Stadion stellten Sprecher*innen mehrerer Organisationen ihre Forderungen an die Innenminister*innen zur aktuellen Migrationspolitik vor und machten auf zentrale Anliegen von Betroffenen und Unterstützungsorganisationen aufmerksam. Unter anderem wurde ein Ende der prekären Unterbringung in Dublin-Zentren, Sekundärmigrationszentren und anderen lagerähnlichen Einrichtungen, ein sicheres Bleiberecht und das Ende des diskriminierenden Asylbewerberleistungsgesetzes und der Bezahlkarte gefordert.
Besonders eindringlich schilderte Housseini Souleimana von Jugendliche ohne Grenzen seine eigene Situation: Vor drei Jahren floh er aus Benin nach Deutschland. Hier begann er eine Ausbildung – die ihm nun jedoch verwehrt wird, nachdem er einen Ablehnungsbescheid erhalten hat. Sein Wunsch ist es, seine Ausbildung weiter machen zu können, um dadurch eine Perspektive zu bekommen und in Deutschland teilhaben und ankommen zu können.
Sprecher*innen:
– Housseini Souleimana, Jugendliche ohne Grenzen
– Linda Kabalan, Flüchtlingsrat Hamburg e.V.
– Jasmin Asaad, Bundesfachverband Minderjährigkeit und Flucht (BuMF) e.V.
– Asmara Habtezion, Asmaras World
– Vanessa, Nein zur Bezahlkarte
Moderation: Siri Keil (Journalistin, Moderatorin und Kulturvermittlerin)