Ich bin eine Rassistin, aber ich habe nix gegen Ausländer

Ich hasse diesen Satz:

Ich habe ja nix gegen Ausländer

, denn danach weiß ich, kommt immer eine riesige rassistische Bombe!
Auf der Arbeit habe ich Folgendes erlebt:

Ich sitze mit einer Kollegin in der Pause, wir unterhalten uns ganz friedlich.
Sie erzähl, wie hart ihr Leben ist als alleinerziehende ist, wir schwer es ihr finanziell geht und wie sie das ganze trotzdem meistert. Ich höre auch interessiert zu und lobe sie dafür und denke im Kopf, wow das ist eine gute Mutter!
Sie erzählt, dass sie zum JobCenter gegangen ist, um Geld für die Kinder für eine Klassenfahrt zu beantragen, dies wird abgelehnt. Das ärgert sie natürlich.
Bis hier ist alles ok, ich höre weiter zu!
Dann fiel dieser MONSTER_SATZ!
Kollegin: “Ich habe ja nix gegen Ausländer”, aber beim rausgehen aus dem Jobcenter sehe ich überall stehen Ausländer mit nem Geldbündel und freuen sich ‘n Loch im Bauch! Und das geht natürlich gar nicht!
Ich: (kochend und kurz vorm Ausflippen): Achsooo hast Du da Ausweiskontrollen gemacht?

Kollegin: Wie meinst Du denn das?

Ich: woher willst Du denn wissen dass es Ausländer waren? Vielleicht warns ja deutsche? Oder nur weil sie nicht blond waren zählen sie nich?

Kollegin: Nee, so meine ich das nich, (Gesicht wird rot)

Ich: Ich hab noch nie einen Menschen, egal welcher Herkunft gesehen der so dämlich ist und sich beim JobCenter mit einem Geldbündel hinstellt und lacht!
Ich habe sie dann leider beschimpfen müssen, dass sie dumm, naiv und völlig bekloppt denkt. habe dann nochmal eine Lehrstunde gemacht was ein Sozialsystem ist, Und dass auch ich als nicht BIO-Deutscher sagen könnte, ich zahle nicht in einem deutschen Rentensystem für deutsche, das ganze natürlich unter einem zynischem Ton und in einer Art und Weise wie man auch einem Kind das 1+1 erklärt!

SIE IST STUMM UND GEHT RAUCHEN!

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2 thoughts on “Ich bin eine Rassistin, aber ich habe nix gegen Ausländer”

  1. So ‘ne Situation ist mir nicht unbekannt. Gut finde ich auch: “Ich habe nichts gegen Ausländer, schließlich habe ich ein oder zwei ausländische Freunde in meinem Freundeskreis.” “Oder ne, der Ausdruck ist nicht rassistisch, ein Freund von mir findet es voll ok, wenn ich ihn so bezeichne!” etc… :-/

  2. Hallo!
    Ich finde es erstma äußerst löblich, dass du dich für andere Menschen einsetzt.
    Du schreibst jedoch: “Ich habe sie dann leider beschimpfen müssen, …” und das glaube ich dir. Doch eine Frage an dich und an uns alle: Hast du dich schonmal von jemandem überzeugen lassen, der dich beschimpft hat? Ich finde es sehr wichtig, dass wir, egal worüber wir reden, niemals den Respekt voreinander verlieren. Ich denke dann oft an Ghandi oder Luther King, die beide absolut recht haben damit, dass, wenn wir etwas Gutes aufbauen wollen, das nicht mit schlechten Mitteln erreichen. Wenn wir Verständnis und Menschenliebe verbreiten möchten, ist das nicht möglich, indem wir einen Menschen beschimpfen. Ich weiß, dass es schwerfällt, aber vielleicht denken wir alle das nächste Mal an Ghandis Worte, wenn das Blut in uns hochkocht.

    Liebe Grüße, Anton

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