Jugendkonferenz und Proteste zur Innenminister*innen-Konferenz in Potsdam

Vom 19.6.2024 bis zum 21.6.2024 findet die  Innenminister*innenkonferenz (IMK) in Potsdam statt. Wir sind vor Ort und veranstalten eine Paralellkonferenz junger Geflüchteter mit einem Protest- und Kulturprogramm, damit unsere Stimmen gehört werden!

Schreibt uns eine Mail an jog@jogspace.net wenn ihr mitmachen oder uns unterstützen wollt.

Antirassistische Demonstration zum Ort der IMK
20. Juni 2024, 17:00 Uhr, Alter Markt am Landtag, Potsdam
www.imk-protest.de

Aufruf als PDF-Datei. Schreibt uns eine Mail an jog@jogspace.net wenn ihr mit eurer Initiative oder Organisation unterzeichnen wollt.

Gala-Abend mit Abschiebeminister*in-Wahl
Potsdam | 21. Juni 2024, 18:00Uhr, Potsdam Museum

Jugendliche ohne Grenzen – Konferenz
19. – 22. Juni 2024 in Potsdam

JoG-Konferenz-Programm

Bei Fragen zu Anmeldung, Programm usw. bitte an Jibran Khalil (JoG-Bundeskoordination, jog@jogspace.net) wenden.

Junge Geflüchtete übergeben Bildungsappell bei der Kultusminister*innen-Konferenz in Berlin

Wir waren heute bei der Kultusminister*innen-Konferenz (KMK) und haben mit unserer Aktion “Gleiches Recht auf Bildung für alle!” gefordert. Junge Geflüchtete haben den Minister*innen der Länder sowie der Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration Reem Alabali-Radovan Schultüten mit unseren Forderungen überreicht.

“Wir sind hochmotiviert, aber uns werden ständig Steine in den Weg gelegt. Unser Ziel ist es, dass alle Kinder die Möglichkeit haben, unabhängig von ihrer Sozialisation ohne Druck und Angst lernen zu können. Chancengleichheit für alle!”, fordert Kim Okwanga, Sprecherin von Jugendliche ohne Grenzen.

Bereits am 7. Dezember fand ein Gespräch junger Geflüchteter mit der KMK-Präsidentin und Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Katharina Günther-Wünsch statt. Dort wurde unser Appell “Gleiches Recht auf Bildung für alle” übergeben, der von knapp 100 Organisationen unterstützt wird.

Vielen Dank an alle, die dabei waren und uns bei der Aktion unterstützt haben, wie das BBZ, terre des hommes, GRIPs Theater, Ben & Jerry’s und der Flüchtlingsrat Berlin.

8.12.: Aktion bei der Kultusminister*innen-Konferenz

Am 8.12. ist es so weit: Mit einer Aktion und einem Gespräch bei der Kultusminister*innen-Konferenz werden wir den Appell “Gleiches Recht auf Bildung für alle!” übergeben.

Freitag, 8. Dezember, 9:30 bis 11:30
Aktion „Bildung für Alle!“
Kultusminister*innen-Konferenz (KMK), Taubenstr. 10, 10117 Berlin

Kommt vorbei und helft bei der Mobilisierung, damit junge Geflüchtete das gleiche Recht auf Bildung und Bildungspausen erhalten wie alle anderen Menschen in Deutschland.

Helft bei der Mobilisierung und verbreitet unsere Sharepic’s:

Textvorschlag: Junge Geflüchtete müssen das gleiche Recht auf Bildung und Bildungspausen erhalten wie alle anderen Menschen in Deutschland. Kommt zum Protest bei der Kultusminister*innen-Konferenz! Freitag, 8. Dezember, 9:30 bis 11:30, Taubenstr. 10, 10117 Berlin: www.jogspace.net

Verbreitet auch gerne noch unsere Petition!

Textvorschläge hier >>>

Zur Petition >>>

Was wir fordern zusammen mit fast 100 Organisationen fordern?

  1. Wir müssen ohne Angst lernen können: Wer Angst vor einer Abschiebung hat, kann schlecht lernen. Schulen und Ausbildungsstätten müssen sichere Orte für uns sein, aus denen nicht abgeschoben werden darf. Bildung – egal ob durch Schule, Ausbildung oder Studium – muss zu einem sicheren Aufenthalt führen.
  2. Recht auf Pause: Auch wir brauchen mal eine Pause – wie alle jungen Menschen. Derzeit wird aber vielen Menschen die Aufenthaltserlaubnis oder Ausbildungsduldung entzogen, wenn sie den Bildungsweg wechseln oder mal eine Pause einlegen. Wir fordern: Unterbrechung von bis zu einem Jahr müssen ohne negative Folgen für den Aufenthaltsstatus möglich sein.
  3. Recht auf Schule für Alle: Aktuell endet die Schulpflicht in den meisten Bundesländern mit dem 18. Lebensjahr. Dies bedeutet, dass Menschen, die mit mehr als 16 Jahren einreisen, meist keine Möglichkeit auf weiterführende Bildung haben oder überhaupt keinen Schulabschluss machen können. Wir fordern ein Recht auf Schulbesuch für alle Heranwachsenden!
  4. Wertschätzung und Anerkennung: Wenn wir nach Deutschland kommen, haben wir bereits Bildungserfahrung, sprechen oft mehrere Sprachen und besitzen fachliche Fähigkeiten. Leider werden diese Kompetenzen nicht ausreichend anerkannt. Das demotiviert, schmerzt und führt dazu, dass Fähigkeiten verlernt statt ausgebaut werden. Wir fordern daher die Berücksichtigung von individuellen Bildungsbiographien, z.B. durch muttersprachliche Eingangstest, leichtere und fairere Anerkennung von Zeugnissen und Herkunftssprachfähigkeiten sowie ausreichend Zeit bei Prüfungen für Nicht-Muttersprachler*innen.

Unsere detaillierten Forderungen und alle Unterzeichnenden Organisationen findet ihr hier: Appell – Gleiches Recht auf Bildung und Bildungspausen für alle

 

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